Häufige Gegenargumente
 
Die Mamographie tut weh!
Der Druck auf die Brust bei der Mammographie kann unangenehm sein. Sollten Sie Schmerzen verspüren, sagen Sie dies sofort der Assistentin, damit der Druck nicht weiter erhöht wird. Die Mammographie soll nicht schmerzhaft sein.

 

Der Druck ist aber unbedingt notwendig, um das Gewebe besser darstellen zu können. Nur mit einer hohen Bildqualität können auch kleinste Läsionen erfasst werden. Durch die Verringerung der Objektdicke reduziert sich die Strahlenbelastung.


Durch den Druck kann erst Brustkrebs entstehen?
Das ist falsch! Eine Kompression von Gewebe führt nie zu einer Entartung der Zellen. Auch bereits vorhandener Krebs kann durch die Mammographie nicht schneller wachsen oder in die Lymphknoten oder andere Organe streuen.


Mein Arzt hat nichts getastet – warum trotzdem die Mammographie?
Ein Knoten kann statistisch erst ab einer Größe von etwa 2,3 cm getastet werden; abhängig von seiner Lage in der Brust und von der Größe der Brust. Die Mammographie dagegen kann Tumore schon in einem früheren Stadium, ab einer Größe von 5 mm zeigen. Außerdem sind auch Krebsvorstufen (sogenannte DCIS), die nur durch Mikrokalk zu Darstellung kommen, nicht tastbar, sondern nur in der Mammographie nachweisbar. Da ein DCIS keine Knoten bildet, ist es auch mit der Sonographie nicht fassbar.


Bei uns in der Familie gibt es keinen Krebs/Brustkrebs?
Da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen darstellt, erkranken auch viele Frauen ohne familiäre Belastung. Der Anteil an genetisch bedingtem Brustkrebs liegt unter 5% aller Erkrankungen.

Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, wenn erstgradig Verwandte (Mutter, Schwester oder Tochter) erkrankt sind. Sollte eine familiäre Belastung vorliegen, so besprechen sie dies am besten mit Ihrem Frauenarzt/-ärztin