Für wen ist das Programm?

Das Mammographie-Screening Programm ist für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.

 

Die Teilnahme ist freiwillig.

 

Die Untersuchung ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei. Für Privatversicherte werden die entstehenden Kosten im Rahmen des persönlichen Versicherungsschutzes übernommen.

 

Was ist mit auffälligen Befunden?
Finden die befundenden Ärzte /-innen irgendwelche Auffälligkeiten in Ihrer Mammographie, so wird ihr „Fall“ in der sogenannten Konsenuskonferenz gemeinsam mit allen Befundern und dem Programmverantwortlichen Arzt besprochen. Falls möglich werden Voraufnahmen zum Vergleich herangezogen.

Sollten dann weiterhin Auffälligkeiten bestehen, so sind weitere Untersuchungen nötig. Dabei kann es sich um zusätzliche spezielle Mammographieaufnahmen und / oder um eine Sonographie (Ultraschall) der Brust handeln.

Für diese so genannte Abklärungsdiagnostik (Assessment) werden Sie in unsere stationäre Screening-Einheit in Celle am Neumarkt eingeladen.
In den allermeisten Fällen ergibt die Abklärungsdiagnostik einen unauffälligen oder gutartigen Befund.

In seltenen Fällen ist eine Gewebeprobe (Biopsie) notwendig. Diese würde nach einem ausführlichen Aufklärungsgespräch in einem zweiten Termin durchgeführt werden.

 

Was ist eine Biopsie?
Biopsie – das bedeutet die Entnahme einer Gewebeprobe. Diese wird entweder unter Ultraschall- oder Mammographiekontrolle durchgeführt. Dabei werden unter Lokalbetäubung mit einer Hohlnadel aus der auffälligen Region in der Brust mehrere Gewebezylinder entnommen, die dann der Pathologe untersucht. Es handelt sich um eine ambulante Untersuchung. Das Ergebnis der Gewebeprobe liegt in aller Regel nach wenigen Tagen vor. Auch dann stellt sich meistens am Ende heraus, dass es kein Brustkrebs ist.

 

Und wenn doch Brustkrebs?
Sollte sich der Verdacht auf Brustkrebs durch die Biopsie bestätigen, wird die Patientin in einer für das Screening qualifizierten Klinik (auf Wunsch) betreut und behandelt. In den allermeisten Fällen von Brustkrebs kann heute brusterhaltend operiert werden. Ihr/Ihre Frauenarzt/-ärztin und Hausarzt/-ärztin werden von uns zügig informiert und in die Betreuung mit eingebunden, wenn Sie dies wünschen.

 

 

Das sollten Sie noch wissen:

Die Mammographie kann Brustkrebs frühzeitig sichtbar machen; verhindert aber nicht, dass Brustkrebs entsteht.

Es gibt auch im Mammographie-Screening keine 100% Sicherheit.

Bei dichtem Drüsenkörper kann ein Tumor in der Mammographie möglicherweise überlagert sein und ist deshalb nicht zu erkennen. Bei Brüsten mit dichtem Drüsengewebe ist eine ergänzende Sonographie bei Ihrem Frauenarzt /-ärztin sinnvoll.

Außerdem kann sich Brustkrebs auch zwischen zwei Mammographien entwickeln (Intervallkarzinom). Sollten Sie einen Knoten tasten, eine Hautveränderung an Ihrer Brust bemerken, sich die Brustwarze nach innen ziehen, einseitige Brustschmerzen oder sich eine blutige Flüssigkeit (Sekretion) aus der Brustwarze entleeren, gehen Sie bitte umgehend zu Ihrem Frauenarzt /-ärztin, um die Veränderungen weiter abklären zu lassen.

Das Mammographie-Screening ersetzt die jährliche Tastuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt/-ärztin nicht.